Naturschutz

Wichtige Naturschutzgebiete direkt an der Muna-Langlau

Die Brombachsee Vorsperre (Kleiner Brombachsee) und -Hauptsperre (Großer Brombachsee) ist mit einem umlaufenden Rad- und Fußweg gut erschlossen.
Dieser führt auch direkt an der Südgrenze der beiden wichtigen Naturschutzgebiete entlang und bietet immer wieder Einblicke in dessen Lebensräume. Ein Zutritt zu dem Schutzgebiet selbst ist nicht gestattet. Am Weg befinden sich einige Informationstafeln. Im Frühsommer ist ein Besuch zur Blüte der Feuchtvegetation besonders lohnend.


Naturschutzgebiet „Halbinsel kl. Brombachsee“ (NSG #1)

1. Das Naturschutzgebiet (NSG #1) „Halbinsel Kleiner Brombachsee“ wurde am 25. Januar 1989 errichtet und ist liegt im Gebiet von Absberg und Pfofeld im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Es grenzt unmittelbar zur Muna-Langlau. Die Muna-Langlau dient als Rückzugsgebiet für viele Tierarten. Selbst Zäune rings um die Muna-Langlau oder das NSG können bodennahe Tiere nicht aufhalten.

Das Gebiet ist ausgewiesen 45 Hektar groß und trägt die Katasternummer NSG500.034. Hier finden sich artenreiche magere Wiesen, die von unterschiedlichen Biotopen umgeben sind. Brachflächen wechseln sich mit blütenreichen Wiesen, Feucht- und Heideflächen ab.

Dazwischen liegen Flachmoorfragmente und viele kleine Tümpel. Etwa 50 m der Halbinsel vorgelagert befindet sich eine 300 m² große felsige Insel (ehemalige Bunker der Muna-Langlau, die nur durch einen Fuß-/Radweg auseinander getrennt sind).


Flora und Fauna – es finden sich dort zahlreiche Gehölzarten, hauptsächlich diverse Weiden, stellenweise dichte Gebüsche und Schilfröhrichte bilden die Vegetation. In einem Flachwassergürtel konnten sich Schwimmblatt- und Unterwasserpflanzen ansiedeln.

Neben seiner Funktion als bedeutendes Vogelhabitat (z.B. Kormoran Kolonie etc.) für weit über 100 Arten stellt das Naturschutzgebiet einen wichtigen Rückzugs- und Lebensraum für Säugetiere sowie bedrohte Amphibienarten wie den Laubfrosch dar.

Am Brombachsee befinden sich ebenfalls die Naturschutzgebiete Stauwurzel des Igelsbachsees,  Brombachmoor und Sägmühle. Vögel wechseln ihre Standorte von Gebiet zu Gebiet. Die Muna dient zur Nacht meist als Rückzugsgebiet und Schutzraum mit ihrem üppigen Baumbestand.

2. Naturschutzgebiet „Grafenmühle“ (NSG #2)

Das Naturschutzgebiet Grafenmühle liegt am Südufer des Großen Brombach-sees, etwa drei Kilometer nordöstlich von Langlau und 2,2 Kilometer nord-westlich von Ramsberg. Gegenüber auf der nördlichen Brombachsee Hauptsperre befindet sich das Naturschutzgebiet Sägmühle, ebenso ein artenreiches Refugium.

Das Gebiet ist ein ausgewiesenes Naturschutzgebiet und trägt die Katasternummer NSG500.060. Namensgebend war die Grafenmühle, die mit dem Bau des Großen Brombachsees verschwand. Das Naturschutzgebiet zieht sich etwa 2,6 Kilometer am Südufer des Großen Brombachsees entlang, vom Damm des Kleinen Brombachsees bis nach Ramsberg.

Mit über 89 Hektar Fläche ist es das größte der Naturschutzgebiete am Brombachsee. Den Großteil des Areals nehmen die freie Wasserfläche und trockene Fichten-Kiefern-Wälder ein. Der Baumbestand schirmt die empfindlichen Feuchtbereiche im Zentralteil vor störenden Einflüssen ab.

Der Westteil gilt als ökologisch am wertvollsten. Dieser Teil ist in unmittelbarer Nähe zur Muna-Langlau. Die Muna-Langlau dient auch hier als Rückzugsgebiet für viele Vögel. Im Naturschutzgebiet entspringen mehrere Quellen, die u.a. durch die Muna-Langlau und durch den naheliegenden „Regelsberg“ bespeist werden.

Flora und Fauna – Flächige Schilfbestände wechseln sich mit Weidengebüschen und verschiedenen Einzelgehölzen ab. Das dichte Röhricht beherbergt die Kinderstuben von Fröschen, Kröten und Fischen und bietet Brutvögeln Schutz. Hier befindet sich auch ein abgesetzter Niedermoorbereich mit Feuchtmulden und Seggenverlandung.

Alle dargestellten Fotos sind aus dem Archiv der Bürgerinitiative „Seenland-in-Bürgerhand“