Hervorragende Zusammenarbeit mit dem Bund Naturschutz

Foto: Tom Konopka  
Im Konflikt um die umstrittene Ansiedlung von Center Parcs im Waldgebiet der Muna-Langlau am Brombachsee hat der BUND Naturschutz (BN) die Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten (BIMA) aufgefordert, die Verkaufsverhandlungen mit dem Immobilienkonzern Pierre & Vacances zu stoppen. In dem Schreiben des BN-Landesvorsitzenden Richard Mergner beruft er sich auf eine erst im Oktober 2020 zwischen BIMA und Umweltbundesamt vereinbarte stärkere Zusammenarbeit beim Schutz von Bundesflächen für den Naturschutz.

Ebenso verweist der BUND Naturschutz auf frühere Planungen, die Muna für Ausgleichsmaßnahmen des Autobahnbaues beim Ausbau Autobahn A6 heranzuziehen. Diese vom BN zu begrüßende Zukunft des Muna-Waldes wurde politisch ausgebremst, nachdem ca. 2017 ein Gespräch in der Bayerischen Staatskanzlei zu Center Parcs mit dem ehemaligen Landrat Gerhard Wägemann und dem ehemaligen Bürgermeister Willi Renner stattgefunden hatte. Beide waren und sind Verfechter einer Ansiedlung von Center Parcs.

Zwischenzeitlich durften fünf VertreterInnen des BN am 22.10.2020 das Gelände der Muna Langlau besichtigen. Der Ortstermin betätigt die Vermutungen der NaturschützerInnen, dass es sich bei der Muna um einen schutzwürdigen Wald handelt.

„Im Seenland hat der Muna-Wald eine absolute Sonderstellung, weil hier die Kiefern- und Fichtenwälder seit Jahrzehnten in Mischwälder umgewandelt wurden“, so Dr. Ralf Straußberger, Waldreferent des BN. „Waldumbau und Naturverjüngung sind vorbildlich auf den Weg gebracht: Uraltbäume über bunt gemischtem Waldaufwuchs. Gerade in Zeiten der Klimakrise ist dieser Wald für den Schutz des Lokalklimas unersetzlich. Als wichtiger Kohlenstoffspeicher von weit über 100.000 Tonnen CO2 darf er nicht zerstört werden!“

„Es geht hier um die Sicherung der Lebensgrundlagen für Mensch und Natur. Center Parcs geht es um ein Filetstück am Brombachsee. Vermutlich soll durch den späteren Verkauf der Häuser an Private das große Geld verdient werden. In keinem Wohnbaugebiet des Landkreises ließen sich solche großen Wohnbaugrundstücke durchsetzen. Nur über solch ein Projekt wäre das möglich. Letztlich geht es hier um den Ausverkauf der Heimat“, so Brigitte Löffler, Vorsitzende der BN-Kreisgruppe Weißenburg-Gunzenhausen.

 Hier der Wortlaut unseres Schreibens an die BIMA (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben)